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nicht weniger lieben. Mir war vft, als bänden ihn meine Schwächen, wegen der ihm daraus ent⸗ ſpringenden Gewalt über mein Gemüth, nur noch inniger an mich; er vermochte dadurch ſeine eigene Vortrefflichkeit klarer auszuſprechen, indem er vie⸗ les in mir zu verbeſſern, zu ordnen fand. O, ich verdanke ihm ſo viel— ſo viel! darum kann er mich auch nie ganz vergeſſen! wie der Meiſter ſein Werk nur um ſo lieber hat, je mehr er ſich Mühe damit gab.— Doch, ich ſchreibe Ihnen ſo viel, was in meiner Seele vorgeht, und vergeſſe, daß ich Ihnen noch gar nichts von meinem Abſchiede von Breiſach und der Aufnahme der guten Münter erzählt habe.
Ach, dieſes Scheiden war ganz anders als das vorigemal!— Es miſchte ſich eine dunkle Ah⸗ nung in den Schmerz der Gegenwart, die mich von Minute zu Minute mit einer immer größern Beklommenheit erfüllte. Als ich meine Sachen in den Wagen hinabtragen ſah, war es, als müßte ich auf immer aus meinem väterlichen Hauſe aus⸗ wandern, ich fühlte eine Angſt in meiner Seele, die ich nicht zu beſchreiben vermag, und hatte Mi⸗ he, mich ſtandhaft zu erhalten. Nordens Gegen⸗ wart hielt meine erſchütterten Lebensgeiſter allein aufrecht, ich wußte, er liebt es nicht, ſich ſeinem Gefühl allzuſehr hinzugeben, und ſo drängte ich


