Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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tadeln, die von der Hand der Liebe geſchrieben, nur die Liebe allein zu entſchuldigen vermag, und ſo behielt ich es ſtets zurück, und werde es erſt jetzt mit meinem erſten Briefe abgehen loſſen. Die Reiſe und der Wechſel der Umgebungen, haben zu meiner Verwunderung meine Kräfte gehoben. Ich fühle mich wirklich ruhiger, ſeitdem ich ihn nicht mehr ſehe. Das peinliche Erwarten, wenn er kommen ſollte, die Angſt, die Unruhe, wenn er nicht kam, hätte mich endlich aufgerieben. So iſt es beſſer! Ich bin nicht ſo gemartert durch den Gedanken, ihn zu jeder Stunde ſehen zu kön⸗ nen, und doch nicht zu dürfen, ich weiß ihn entfernt, und finde mich beſſer in die Unmöglich⸗ keit, als in das willkührliche Beſchränktſein durch fremden Willen. O, es werden ſich auch wieder einige lichthelle Stellen auffinden laſſen in dieſer meiner Abgeſchiedenheit von ihm. Ich darf gewiß recht bald einer Antwort entgegenſehen, meine Ge⸗ dichte werden ihn doch freuen, meinen Sie nicht auch, liebe Richardis? Was er mir nur ſchrei⸗ ben wird? Mir deucht, es gebe in den Liedern immer noch ſo viel zu ändern, zu verbeſſern, und doch bin ich es nicht im Stande zu thun. Es iſt mir, als müſſe ich ihm hier, ſo wie immer mit meinen beſſern Eigenſchaften und meinen Feh⸗ lern zugleich begegnen. Er wird mich deshalb wohl