Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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gung handeln müßte. Thereſe, ſo liebenswürdig, ſo trefflich ſie iſt, würde mir Angela's Vorzüge nicht vergeſſen machen. Noch ſteht ihr Bild klar und unentweiht vor meiner Seele,— es möge darinnen wohnen, als das Ideal meiner Träume, das mir, für mich hienieden zu gewinnen, verge⸗ bens aufgegeben war.— Sie hat mich einem freu⸗ digeren Leben zurückgegeben,— ſie war es, die nach und nach mein geſunkenes Vertrauen erhob, ſie wird ſich meiner Verehrung würdig beweiſen, auch dann, wenn ſie ſieht, daß unſerer Liebe keins Heimath hienieden ward. Sie wird mein Anden⸗ ken ehren, wenn auch das Schickſal ſich auf immer ſcheidend zwiſchen uns ſtellt!— Angela wird die⸗ ſer Tage in die Reſidenz zurückgebracht. Ich habs ſie ſo weit, daß ſie ſich ruhig in des Vaters Wil⸗ len findet. Sie hat ſich mehr als einmal gegen mich verrathen,, ihr Gemüth iſt nicht mehr das ſtille, geheimnißvolle, in ſich gekehrte,— es gibt ſich blos, ohne es ſelbſt zu wiſſen, und erſchreckt mich oft durch ein Wort innerer Leidenſchaftlichkeit, das mir auf Augenblicke ſeine Tiefen eröffnet.— Es iſt Zeit, daß mein Lehramt, welches mir der Graf zugedacht, zu Ende geht! Jede Kraft hat ihre Grenzen!— Ich vermag nicht mehr meins beſonnene Kälte, dieſen Thränen, dieſem rührenden, wehmüthigen Lächeln gegenüber, womit ſie mir