Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſam geworden, indem ihr das Einfache meiner Dichtungsart und vor Allem das Hinneigen zu dem Herzen der Natur, gar wohl gefallen habe. Was ſie ſagte, war ſo herzlich und aufrichtig, daß ſich die Beſcheidenheit nicht weigern durfte, es an⸗ zuhören. Es waren nicht die glänzenden Lobprei⸗ ſungen der Münter, es waren die Worte lieben⸗ der Anerkennung, hervorgehend aus einem edeln Herzen, das mit dem Großen und Schönen innig vertraut war. Ich mußte ihr viel von den Freu⸗ den unſers ländlichen Aufenthalts erzählen, und als ich davon hingeriſſen, ihr all mein Glück mit den lebhafteſten Farben ſchilderte, und dann der Schmer⸗ zen des Abſchiedes gedachte, da legte ſie mir freund⸗ lich die Hand auf die Stirn, und ſprach:Armes, gutes Kind, möchte es Ihr Vater doch nie bereu⸗ en, daß er Sie von der Friedensinſel ländlicher Ruhe in das geräuſchvolle Leben der Reſidenz ver⸗ pflanzt hat! Die ſchönen Blüthen, die dort gedei⸗ hen, kommen ſelten in unſerm Clima fort, und der äußere Glanz iſt nicht immer der Bürge in⸗ neren Glückes! Sie ſah mich hierauf lange mit einem recht wehmüthigen Blicke an, als wollte ſie ſagen: Richt hier iſt deine Heimath, Angela! und als ich ſeufzend ſchwieg, nahm ſie von neuem das Wort, und ermahnte mich, nur immer recht gut

und einfach zu bleiben, und den Eindrücken zu 3*