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3. Bdchn (1831)
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widerſtehen, die der Umgang mit Menſchen ver⸗ ſchiedenen Charakters, und die Macht der Ge⸗ wohnheit mir allmählig aufdringen würden. Mir war, als hörte ich Norden zu mir ſprechen, das waren ſeine Worte, als er vyn mir ſchied, das ſeine letzte Bitte! Ich faltete die Hände über meine Bruſt, und ſagte verſichernd:Ich kann ja nur einen Weg wandeln, den Weg, den mein Herz mir bezeichnet. Er bleibt gewiß derſelbe, wie die Gegenſtände um mich her ſich auch verän⸗ dern. Ich habe Treue gelernt, Fürſtin! und ſo darf mir ja wohl vor dem Wechſel der Dinge nicht bangen!

Nun, ſo bleiben Sie ſich ſelbſt tren, An⸗ gela! dann iſt Ihr Glück geſichert, hier und dort! Die letzten Worte ſchienen mir in eine unab⸗ ſehbare Ferne zu verklingen.

Seitdem, o Richardis! wiederhole ich mir ſie oft. Es muß etwas Köſtliches um die Treue ſein, da ihr Werth ſo allgemein anerkannt wird! Nor⸗ den hatte Recht, in ihr liegt die ſchönſte Aehnlich⸗ keit mit Gott, ich fühle es immer tiefer, je mehr ich darüber nachdenke, und bemühe mich, dieſe ſchö⸗ ne Tugend mir immer mehr anzueignen! Richar⸗ dis, Geliebte, haben Sie keine Sorge mehr um Ihre Angela! Ich ſtehe auf dieſem lockern Boden