Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Alſo auch muſikaliſch, unterbrach ſie die Fürſtin: O, liebe Münter, ſo reichen Sie uns doch die Laute herüber! Wir wollen doch ſehen, ob es die Schüchternheit der Comteſſe erlaubt, uns ein Ver⸗ gnügen zu machen. Sie hing mit dieſen Worten die Laute um meinen Hals, lächelte mich freund⸗ lich an, und ſetzte hinzu:Ich höre die jugendli⸗ chen, ungekünſtelten Stimmen ſo gern! Der bittende Ton, in dem ſie das ſagte, gab mir ſo⸗ gleich den Muth, den ich nöthig hatte. Ich ſang ohne Scheu eines meiner kleinen Lieder; mir war, als gäbe die Liebe, die ich zu dieſer würdigen Da⸗ me empfand, meiner Stimme einen höheren Aus⸗ druck. Mit einer Miene, die mehr Wohlwollen ausdrückte, als es Worte vermocht hätten, reichte mir die Fürſtin, als ich die Laute hinlegte, die Hand, und frug mich, ob ich es übernehmen woll⸗ te, ihr manche einſame Stunde mit meinem Ge⸗ ſang zu verkürzen. Mit Freuden gelobte ich es der gütigen Frau, mir ſelbſt war dieſe Erlaubniß der herrlichſte Gewinn!

Ich bin ſeitdem einmal ganz allein zur Fürſtin abgeholt worden. Sie ſprach, was ſie in Gegenwart der Münter nicht that, von meinen pvetiſchen Verſuchen, die ihr zum Theil durch die Baroneſſe bekannt waren, und geſtand mir, ſie ſei durch dieſelben ſchon im voraus auf mich aufmerk⸗