Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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die Fürſtin, eine ſchöne Frau, in mittleren Jah⸗ ren, begleitet von ihren Hof⸗Damen, ein. Sie

empfing die Glückwünſche jedes Einzelnen mit

freundlicher Huld, und hatte für Jeden ein Wort der Güte, der Milde. Nachdem der anweſende Adel ihr ſeine Hochachtung bezeigt, wurde ich ihr von der Oberhofmeiſterin vorgeſtellt. Ich über⸗ reichte ihr, ein Knie vor ihr beugend, auf einem goldgeſtickten Kiſſen meine Verſe, die meinen Glückwunſch ausſprachen, und mih zugleich in ihre Gnade empfehlen ſollten.

Sie hob mich mit einem Geſicht voll mütter⸗ licher Zärtlichkeit auf, indem ſie mir einige Worte freundlichen Dankes ſagte, und ſchloß mit der Verſicherung: ſie hoffe mir heute im Park Mehreres darüber zu ſagen. Die gnädige Miene der Fürſtin hatte einen freundlichen Abglanz auf alle Geſichter geworfen. Man war ſehr gütig gegen mich, und überhäufte mich mit Artigkeiten.

Als wir zu Hauſe waren, fand ſich eine Ein⸗ ladung der Fürſtin für den Abend vor. Die Ba⸗ roneſſe ſagte mir, daß dieſelbe die Feier des Ge⸗ burtsfeſtes erſt auf den darauf folgenden Tag ge⸗ ſtatte, und dieſen, ſeit dem Ableben des Fürſten in ſtiller Eingezogenheit zu feiern gewohnt ſei, daher es für Die als ein beſonderer Vorzug an⸗ zuſehen ſei, die ihre Einſfamkeit theilen dürften.