Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Die Aufführung einiger Kirchenmuſiken brachte meinem Herzen ſo reichen Lohn, daß ich mich fort⸗ an meinem Lieblingsſtudium häufiger hingab. Die Eitelkeit miſchte ſich unbemerkt in mein Streben, ich kam allmählig von der einfachen Bahn frommen Willens ab, und baute, indem ich für die Erhe⸗

bung Anderer zu arbeiten vermeinte, ſtillſchweigend

an der eigenen, in den Augen der Welt. So lagerte ſich ein Schatten nach dem andern um mein inneres Leben, Kanm vermochten die kurzen Jahre meines häuslichen Glückes, jene Neigung zu verdrängen, die meinem beſſern Selbſt ſo gefähr⸗ lich war. Mein Beruf durfte unter ihr nicht leiden, deſto mehr aber litten meine näheren Um⸗ gebungen darunter, ich erſchöpfte die edelſten Kräf⸗ te meines Gemüthes in unnützen Studien, und wurde ein lauer Freund, ein verdrießlicher Gatte. Zu ſpät erkanute ich das Verderbliche meines Irr⸗ thums, die Wärme meines Gefühls war verraucht, ich konnte nicht mehr vergüten.

Hier haben Sie die Urſache, warum ich in der Muſik jetzt immer nur die warnende Stimme des eigenen Herzens vernehme; warum ich die Geiſter der Töne furchtſam gefangen halte, und die Bü⸗ cher kaum zu berühren wage, aus denen mir die Erinnerung jener Zeit mit ihren Schmerzen und Vorwürfen entgegentritt. Sie baten einſt um