Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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liche Beſchauung des Lebens in ſeiner äußern Ge⸗ ſtaltung.

Jedes rein empfangene und vollendete Kunſt⸗ werk iſt mir ein Verkündiger Gottes, und ſtimmt mich zur Andacht, wie der Anblick einer großen, ſchönen Ratur. Der Menſch ſcheint mir durch ſie in eine neue Gemeinſchaft mit der Gottheit getre⸗ ten zu ſein, indem das Schöpfungsvermögen, das jene Gebilde beurkunden, die lieblichſte und ausge⸗ zeichnetſte Aehnlichkeit iſt, die der Erdgeborne von ſeinem himmliſchen Vater haben kann. Wie ſtark muß die Einbildungskraft, wie rein das Gemüth, wie erhaben die Seele ſein, die wie Raphael das Göttliche erfaſſen, und es in ſeiner unſterblichen Anmuth dem Auge darſtellen kann! O, ein ächter Künſtler iſt gewiß auch ſtets ein ächter Menſch, das t, ein gottverwandter, denn das Schöne nuß zum Guten leiten, wie das Gute zum Schö⸗ nen begeiſtert. Als ich die hieſigen kathvliſchen Kirchen beſuchte, und die hohen ernſten Gemälde

usſprechlicher Majeſtät auf mich herniederſa⸗ hen, und die Gewalt der Muſik ſich mit den Schau⸗ ern inniger Andacht vereinten, da war mir, als ſei alles Große und Schöne und Erhabene nur gin Wh der zur Ehre Gottes der Seele des Menſchen vertraut wäre, als wären die Kunſt ud die Religion heilige Schweſtern, beide hin⸗