lehrungen daraus, die metnem Gemüth ſehr heil⸗ ſam ſind.
Mein Vater hat mir nicht zu viel von den Annehmlichkeiten dieſes Aufenthalts geſagt; ich ha⸗ be Genüſſe kennen gelernt, von denen ich in met⸗ nen ſchönſten Träumen kaum Ahnung hatte. Mein inneres Leben hat ſich an den Strahlen der himm⸗ liſchen Kunſt wunderbar erwärmt, und drängt mich, nach ihren Kränzen den Blick zu erheben. Darf ich, v rathen Sie mir, mein Lehrer, mein Freund! darf ich der Reigung meines Herzens Gehör ge⸗ ben? Sie nannten einſt die hochgeiſtigen Beſchäf⸗ tigungen dem eigentlichen Berufe des Weibes nach⸗ theilig, ſobald ſie ernſtere Studien erfordern„ und aufhören ein anmuthiges Spiel des Geiſtes zu ſein. Darf dies auch ſchon in den Jahren gelten, dle zu unſerer Erziebung und geiſtiger Ausbildung al⸗ lein beſtimmt ſind? Ich meine, die Zeit, die ich einigen künſtleriſchen Uebungen zu widmen ſo grv⸗ ße Luſt habe, ſei würdiger benutzt, als wenn ich ſie weiblichen Mode⸗Arbeiten vder überflüßigen Vergnügungen widmen wollte. Djie Sehnſucht meiner Seele beſtätiget dies, und die feſte Ueber⸗ zengung, daß jede Veredelung des Gefühls und des Geiſtes, die aus dem Eindringen in die Ge⸗ beimniſſe unſterblicher Schöne hervorgeht, dem Ewigen, Göttlichen näher führt, ols die oberfläch⸗


