Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſo daß ich nicht mehr Herr meiner Zeit bin. Nebenbei habe ich eine Bekanntſchaft erneut, die nicht ganz unintereſſant iſt. Du erinnerſt Dich des Fräuleins von Domitowöky, aus meinem Brie⸗ fe von Warmbrunn her; ich war überraſcht, ſie als die Frau des Hauptmann von Bören hier wie⸗ derzufinden. Welche Künſte muß die Schlaue ge⸗ braucht haben, um zum Ziele zu kommen. Als ich Warmbrunn verließ, ſtanden ihre Sachen ſehr übel. Sie muß Verſtand haben und Liſt. Ein anziehen⸗ des Aeußere hilft bei ſolchen Fällen allein nicht durch. Sie mißfällt hier wie dort in demſelben Grade den Damen, wie ſie den Männern gefällt, und das aus ſehr natürlichen Urſachen. Die Ba⸗ voneß Münter iſt die Einzige, die ihre Parthie gegen mich nahm. Sie geſteht ihr nicht allein die Liebenswürdigkeit zu, die ihr von unſerm Geſchlecht eingeräumt wird, ja ſie behauptet ſogar, ſie habe Charakter und Grundſätze, was wir beſtreiten und bezweifeln möchten. Ich bin mit ihr hierüber ſchon in die lebhafteſten Widerſprüche gerathen, und die Baroneſſe behauptet, ſie könne nur allein durch unläugbare Thatſachen von ihrer Meinung zurück⸗ gebracht worden. Ich bin jetzt, hoffe ich, auf gu⸗ tem Wege, meine Menſchenkenntniß auf Koſten der ihrigen zu rechtfertigen, und einmal den Ver⸗ ſtand der ſtolzen Frau ein wenig zu demüthigen.