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gültige Bürgen, für jenes noch keinen Beweis!“ — Ich erröthete und fühlte einen leiſen Vorwurf darin.— Iſt denn, frug es in mir, Poeſie und Malerei nicht eines und daſſelbe, und gehen nicht beide köſtliche Blüthen aus einem Stengel hervor? Das Mark, das ſie nährt, iſt das richtige Gefühl für Wahrheit und Schönheit, und es iſt ſicher kei⸗ ne Untreue, wenn man dieſen heiligen Kräften an zwei Altären zu huldigen wagt.— Ich beſchloß, meinen Wunſch nicht zurückzunehmen, und der Ba⸗ roneſſe durch fortgeſetzten Fleiß zu beweiſen, wie Luſt und Liebe alles ausgleichen, verſöhnen und vereinen könne, was ſich im Menſchenherzen begegnet.— Wird Norden dieſe Richtung meiner innern Thätig⸗ keit billigen? Wird er mir erlauben, zu bilden, zu geſtalten, auszuſprechen was bisher noch unbekannt, wie ein ſauftes ſtilles Feuer meinen Buſen er⸗ wärmte?— Ich werde mich ihm ganz vertrauen, er nur allein ſoll mir die Bahn öffnen, auf die ich voll Sehnſucht und ſtiller Erwartung die Blt⸗ ce richte. Ich werde, je länger ich in dieſer neuen Welt lebe, immer gewiſſer, daß jenes tiefe Ge⸗ fühl und jene erhabenen Geſinnungen, die mir Nordens Umgang ſo theuer machten, auf dieſem Boden nicht anzutreffen ſind. Es iſt etwas in den Blicken und Worten der Menſchen, das gar nichts von dem Ernſt und der Liebe hat, die ich ſo gern 2*


