Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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ausſprechen, welche Gewalt die Kunſt über mein Gemüth übt. Als ich vor den hohen Bildern ſtand, von deuen jedes einzelne eine vollendete Schöpfung und dennoch nur ein Strahl von der wunderbaren Sonne iſt, die der Genius in des Künſtlers Buſen entzündet, als ich in maucher Idee der unſterbli⸗ chen Meiſter mein innerſtes heiligſtes Selbſt, das Geheimniß meiner tiefſten Empfindungen wieder⸗ fand: da war es, als rief es in mir: das iſt ja deine Heimath, von der dieſe Wunder erzählen, das ſind ja deine lieben längſterſehnten Brüder, die dich umſchweben, die innigen Genoſſen deines verſchwiegenen Glücks, die du nun auffindeſt, und zu denen du fortan gehöreſt auf Erden wie im Himmel. Ich faltete meine Hände über der Bruſt, ich beugte unwillkührlich meine Knie, als die ſtillen Geiſter grüßend an mir vorüberzogen, ich ſah über⸗ all den Gott, der ſie liebend verband, in den ern⸗ ſten wie in den freundlichen Charaktergemälden der Natur.

Als ich berauſcht von dem Glück, das mein geworden war, nach Hauſe kehrte, trat ich zu der Baroneſſe mit der Bitte, mich im Malen unter⸗ richten zu laſſen. Sie lächelte mich an, und er⸗ wiederte:Ich wünſchte, mein Kind, Sie hätten die Begeiſterung, die Sie dort geſchöpft, der Poeſie zugewendet! Für dieſes Talent haben Sie bereits