Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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die Darſtellung erhabener Handlungen, edler Ge⸗ ſinnungen erhoben, daß ſie den Genius, der ihren Buſen bewohnte, frei gaben, damit der göttliche Funke Tauſenden leuchte?

O liebſte Baroneſſe! entgegnete ich,es war ja nur das Gefühl meiner Unfähigkeit, je et⸗ was allgemein Erfreuliches zu leiſten, welches mich beben machte! Meine Poeſie ſpricht nur die ein⸗ fache Geſchichte meines Herzens aus, und kann wohl für niemanden einigen Reiz haben, als für die Wenigen, die mich näher kennen, und mich lie⸗ ben! Ganz anders verhält es ſich mit den Er⸗ zeugniſſen eines wahren Talents. Dort bin ich völlig Ihrer Meinung, aber hier; ich bedeckte das Gedicht mit meiner Hand, indem ich betrübt den Kopf ſchüttelte.

Gutes, allzubeſcheidenes Kind! ieie die Baronin:Irren Sie ſich nicht in Hinſicht Ihrer Fähigkeiten! Sie werden noch vieles Schö⸗ ne leiſten, wenn Sie Vertrauen zu ſich haben wol⸗ len! Hier ſpricht ſich Genie aus! Hier leuchtet der wahrhafte Gottesfunken!

Ach, Richardis! ſie deutete gerade auf eine Stelle, die Norden getadelt, und die nur Glanz der Sprache, aber wenig Gehalt hatte. Ich ver⸗ neigte mich in ſtiller Beſchämung gegen ſie.O mein Kind, ich dichte auch! fuhr ſie lebhaft fort: