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Witz. Ihre Sprache iſt wohlklingend, doch vft ein wenig geziert, indeß bei Herminen alles den Stem⸗ pel eigenthümlicher Liebenswürdigkeit trägt; hinge⸗ gen hat ſie mehr Ernſt des Charakters als jene, und dieſes ſpricht mich immer wohlthnender an, wo ich es finde. Ich werde dann ſtets an Sie, meine Lehrerin, erinnert, und an Norden, meinen ernſten, ſtrengen und doch ſo gütigen Freund. Die Barv⸗ nin ſcheint Norden zu kennen, ſie erwähnte ſeiner einigemal im Geſpräch mit meinem Vater, und zeigte große Achtung für ſeine Verdienſte. Sie weiß von ſeinem Antheil an meiner Erziehung, und iſt überhaupt von allem, was mich betrifft, mehr unterrichtet, als ich vermuthen konnte. Was mich am mehrſten in Erſtaunen ſetzte, war, daß ſie ſogar von einigen meiner kleinen Lieder ſprach, als hätte ſie ſolche ſelbſt geleſen. Mein Vater muß ihr, wie ich glaube, großes Vertrauen ſchen⸗ ken, ein Beweis, daß ſie eine ſehr würdige Dame iſt. Würde er ihr ſonſt die Geheimniſſe der zar⸗ teſten Empfindungen ſeiner Angela vertraut haben? — Rein, ſie muß ſehr hoch in ſeinen Augen ſte⸗ hen, und das gibt ihr auch in den meinen einen ſo hohen Werth, daß jedes Bangen meines Her⸗ zens verſchwindet.
Mit welcher ausgezeichneten Hochachtung be⸗ gegnet ihr mein Vater! Noch nie hab' ich ihn ſo


