Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſie ſich von den Herren nicht beobachtet ſah, ſeine Manieren auf eine poſſirliche Art nach, präſentirte mir, und verbeugte ſich auf ſeine Art gegen mich, nahm eine barſche Miene an, und warf den Kopf zurück, die Bruſt vor, wie er immer zu thun pfleg⸗ te, wenn er ſich gegen ſie zu vertheidigen gezwun⸗ gen war.

Es iſt mir lieb, flüſterte ſie mir darauf la⸗ chend in die Ohren:daß ich Sie hier habe! Ich fürchte, ich fürchte, Comteſſe! Sie haben ein we⸗ nig zu viel Gutmüthigkeit! Eine ſo derbe Ra⸗ tur wie der Graf, ſtirbt nicht bald vor Sehn⸗ ſucht!

Ich ſah ſie verwundert an:Sie mißverſte⸗ hen den Grafen, Geliebte! ſagte ich ihr in ei⸗ nem ſanftvorwerfenden Tone:Güte des Her⸗ zens wird leicht mit einem andern Namen benannt, und das wirft ſogleich auf jede Handlung einen unklaren Schein. Ich werde mich bemühen, ihn mir ſtets als den gefälligen Freund unſers Hanſes zu denken, unter welcher Geſtalt ich ihn ſtets achten und verehren will!

Dort können Sie auch Jemanden ſehen, erwiederte ſie ſcherzend, indem ſie auf Bören deu⸗ tete:der unter der Maske der Freundſchaft den Liebhaber verſteckte! Kein Faſtnachtſpiel dauert aber kürzer als dieſes. Sie werden es, fürcht' ich