niſchen Manier, uns auf beide Achſeln, hüpfte fröh⸗
lig ſchwatzend vor uns die Treppe hinauf, rief Bö⸗ ren mit einem Freudengeſchrei aus ſeinem Cabinet, und öffnete dann, in einer komiſch⸗triumphirenden Stellung, ihre Zimmerthür, und bat uns einzutre⸗ ten. Hier hätte ich, ohne das freundliche Geſicht ſelbſt zu ſehen, gewiß auf den erſten Blick erra⸗ then, daß hier Hermine zu Hauſe ſei.— Welche Reinlichkeit und nette Anordnung überall!— Und welches heitere Leben am Fenſter. Rings umher duftende Blumentöpfe, geſchmackvoll gruppirt, und zwiſchen denſelben bunte Vogelbauer mit zwitſchern⸗
den, trillernden Sängern.— Der Luftzug, der
durch das offene Fenſter ſtrich, trieb die Wohlge⸗ rüche in reichen Strömen in das Zimmer zurück, man empfand ein ſeltſames Wohlbehagen, was durch die Nähe der lieblichen Wirthin erhöht wur⸗ de. Bören und ſie ſtritten ſich gleich neckenden Kindern um den Vorrang, uns alle ihre Schätze zu zeigen.— Sie ſind bequem und ſogar elegant eingerichtet, und können bei ihrer Gemüthsart kein glücklicheres Leben führen. Hermine ſervirte nach ihrer gewöhnlichen ſchnellen Manier ein Frühſtück, und erhöhte den Genuß deſſelben mit ihrer rei⸗ zenden Munterkeit. Sie erkundigte ſich nach dem Grafen Ordeck, und unterließ nicht, mich verſteck⸗ ter Weiſe mit ihm zu necken.— Sie ahmte, als


