Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Den Morgen darauf fand ich auch in der That, daß ihre Güte mich bereits bedacht hatte. Eine ihrer Kammerfrauen brachte mir eine Menge Journale und andere Schriften. Ich erfuhr von dieſer, die Baronin ſei gewohnt, bis um zehn Uhr zu Bett zu bleiben, und ſich mit Leſen zu beſchäf⸗ tigen, und vermuthe, ich werde es vielleicht eben ſo halten wollen.

Für dieſen Morgen fand ich mich nicht geneigt dazu, und bat die Kammerfrau, mir die Stube meines Vaters zu zeigen, um die letzten Stunden vor ſeiner Abreiſe bei ihm zuzubringen. Ich fand ihn angekleidet, und flog ihm entgegen.Nicht wahr, mein Kind, frug er, mir freundlich zu⸗ lächelnd:Es wird Dir hier gefallen?Ich hoffe gewiß, mein Vater! war Alles, was ich zu ſagen vermochte; das Fremdartige meiner neuen Lage erlaubte mir noch keine freie Ueberſicht.

Ich bat, da die Baronin vor eilf Uhr nicht zu ſprechen ſei, den Vormittag zu einem Veſuch bei Börens anwenden zu dürfen. Mein Vater ſtimmte mir bei, und ſo fuhren wir, von einem Lakaien des Hauſes begleitet, bei Herminen vor⸗

Sie flog uns, als wir gemeldet waren, ſo⸗ gleich entgegen. Ihr Anzug, wie Alles in ihrem Logis, war, ob es gleich noch ſehr früh war, ih der nettſten Ordnung. Sie küßte nach ihrer pol⸗