Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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freundlichem Lächeln von Kopf bis zu Fuß betrach⸗ tend:Bei Gott, Graf! Sie müſſen Frende ha⸗ ben! Welch' ein holdes Geſchöpf, welch' ein lee⸗ bes jungfräuliches Weſen! Sie betrachtete mich von Neuem, ich erröthete bis an die Stirn.Liebliche Unſchuld! ſagte ſie, meine Hand faſſend:Kommen Sie, Graf! Ich werde Sie meinen Gäſten vorſtellen, Sie ſind dem Kreis meiner Freunde nicht fremd, man wird ſich freuen, Sie perſönlich kennen zu lernen! Sie gab meinem Vater den Arm, und führte uns durch ei⸗ nige ſehr reich verzierte Zimmer, in einen gryßen hellerleuchteten Saal, in welchem mehrere Damen und Herren verſammelt waren.

Wir wurden von Allen mit zuvorkommender Artigkeit empfangen. Mein Vater fand mehrere Bekannte, ich vergaß meine anfängliche Verlegen⸗ heit unter der Aegide meiner gewandten Beſchütze⸗ rin, die auf die artigſte Weiſe mich überall in's Geſpräch zog, und meinen Geiſt zu erwecken ſuch⸗ te. Einige ſehr elegant gekleidete Herren nahmen bei uns Platz, und unterhielten ſich mit der Barv⸗ neß. Sie betrachteten mich oft ſehr dreiſt, und ſprachen dann franzöſiſch mit einander.Ouelle fraicheur agreable! quelle timidité charmante! verſtand ich deutlich. Ich fühlte meine Röth zu⸗ rückkehren, und machte die Bemerkung, daß es