Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Der Abſchied von Breiſach wurde mir ſchwe⸗ rer, als ich meinem Vater geſtand. Ich gab mir

Mühe, meine Betrübniß zu verbergen, und ſuchte

Alles hervor, was ich mir Freundliches von der Zukunft verſprach. Wirklich gelang es mir auch, einige Heiterkeit zu gewinnen, und meinen Vater durch meine Unterhaltung zu zerſtreuen. Dabet wurde unſere Reiſe raſch fortgeſetzt, ſo daß wir noch vor der Dunkelheit die Reſilenz erreich⸗ ten. Welche hohe prächtige Gebäude überraſchten gleich bei der Einfahrt mein Auge, welcher Lurus in den Equipagen und in der Kleidung der Perſonen, die uns begegneten. Ich rückte unwill⸗ kührlich meinen Hut zurecht, und fand es paſſend, daß wir mit Sechſen fuhren.

Wir ſtiegen in dem Hauſe der Baroneß Mün⸗ ter ab, und wurden von zwei reichgekleideten Be⸗ dienten in einen Saal geführt, und der Baronin gemeldet. Das Rauſchen eines ſeidenen Gewan⸗ des verkündete ihre Ankunft. Eine Dame von mittler Statur und ſtarkem, vollem Körperbau, in einem mehr galanten als geſchmackvollen Anzuge, eilte uns mit einem Geſicht voll Wohlwollen ent⸗ gegen.Mein Engel! ſagte ſie, indem ich mich auf ihre Hand herabbeugen wollte, und nahm mich mi Herzlichkeit an ihre Bruſt.Ihre Angela? frug ſie, meinen Vater anſehend, und mich mit