Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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226 zu fürchten braucht, es iſt die ſchöne Gemein⸗ ſchaft der Guten, die unſichtbare Welt, in der unſere Liebe ſich begegnet. Dieſes wird das Band ſein, das mich auch in der Entfernung an das theuere Weſen knüpfen ſoll, das Band, welches das Glück meiner Einſamkeit, der Stolz meines Herzens, der Lohn meines ſtillen Kampfes ſein wird. Angela hat mich ſelbſt in ihrer ſchüchter⸗ nen Unſchuld um einen Briefwechſel gebeten. Der

Graf ſtimmte ihr bei, und fügte die Bitte hinzu, ihr ferner Freund und Lehrer zu bleiben. Graf Ordeck wird mich um dieſen Vorzug beneiden. Ich weiß, auch er iſt verwöhnt von dem Vergnügen, ſeinen Geiſt, wie er ihn auch form⸗ und regellos gab, dennoch ſo tief und innig verſtanden zu ſehen.

Er wird ſchwerlich den Winter über in Holm⸗ ſee ausdauern. Seine Gemüthsunruhe hat das Gewand der Liebe angezogen, und wird ihn auf's

Reue ſeinem Wirkungskreiſe entführen. Graf Do⸗

melli ahnet, ſo ſehr ſich ſeine Eitelkeit von den

Bemühungen Ordeck's geſchmeichelt fühlt, doch nicht

ohne heimliche Furcht eine ernſtere Abſicht dahinter, und fängt an, ihn mit ſeinem Plan, Angela für den

Hof der Fürſtin zu erziehen, im voraus bekannt zu

machen. Ordeck hört ihn mit ſcheinbarer Ruhe an, und überläßt die Entſcheidung ſeines Glücks der

Zeit und Angela's natürlicher Vorliebe zum Land⸗