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ſelbſt anerkenne, den ich wie meinen Sohn zu lie⸗ ben verſprach!—
— O, wenn es mir doch ſtets gegenwärtig bliebe, wie weit meine Anſprüche gehen dürfen, damit ich Angelen nicht durch ein ungleiches Be⸗ tragen kränke, das ſich bisweilen heimlich bei mir einſchleicht.— Ich habe vor Kurzem erſt einen ſehr üblen Tag gehabt, indeß hat die Reue, die ihm folgte, manche heilſame Lehre geboren, die mein Betragen in Zukunft ſorgſamer befeſtigen ſoll. Ich bemühe mich mehr Ruhe in mein äußeres Leben zu bringen, und dadurch der Hand⸗ lungsweiſe Angelens größere Freiheit zu laſſen. Sie ſoll meine Liebe nie errathen, damit ihr wei⸗ ches Herz durch kelne Rührung beſtochen, ſondern allein auf ſeinen Willen beſchränkt ſei.—
Selbſt der Abſchied von ihr ſoll mich ſtark finden, und keine Miene ihr meine Beſorgniß um ſie, keine Trauer um den eigenen Verluſt verra⸗ then.— Walter, ich bin gewiß, ich werde, ſo
lang ich Angelen auf der Bahn der Pflicht und
des Rechts weiß, meinen eigenen Schmerz bekäm⸗ pfen, und mitten im Entſagen des höchſten Glücks noch eine Art von Freudigkeit empfinden, ihr durch ein Band verbunden zu bleiben, über welches die Welt nichts vermag. Es gibt ein Verhältniß der Seelen, das die Schtnnken der Convenienz nicht


