Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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lauſchend hinter die Stühle der arbeitenden Künſt⸗ ler, bemerkte und verglich, ſtahl und ſammelte ein, und ſaß endlich ſelbſt in der Reihe derſelben. Wie der alte Maler mich anſah, als ich meine Kopien auskramte! Er zweifelt heute noch an meiner Ehr⸗ lichkeit, und träumt von geborgten Federn.

So nun, mein Freund, wird's der Wotoch auch ferner halten! Hinweg mit dem kleinmüthi⸗ gen Prüfen und Forſchen! Kräftig den Augenblick der Begeiſterung benutzt, und muthig dem Ziele entgegen!

Beſinnſt Du Dich noch, warum ich das Bild der kleinen Schweizerin, trotz des übertriebenen Preiſes erſtand? Weil ich ein ähnliches Geſicht kannte, das mir einen lieberen Eindruck zurückge⸗ laſſen hatte, als alle übrige, die mir je begegnet waren, und weil dieſes Bild jene Züge hatte. Dieſes Geſicht habe ich wiedergeſehen, ſehe es nun alle Tage, und bin der glücklichſte Menſch!

Kaum war ich in Breiſach angekommen, als man mich auf's Schloß verwies, wo ich Norden finden ſollte. Ich gehe die Treppe hinauf, und trete in einen Saal, an deſſen Ende ein Kabinet ſtößt, woraus mir eine liebliche Stimme entgegen⸗ ſchallt. Ich ſchaue durch das Glasfenſter. Ein engelgleiches Mädchen ſitzt am Stickrahmen, zu ih⸗ ren Füßen ein ſpielendes Kind. Die Abendbeleuch⸗

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