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wißheit kann kaum reizender ſein, als die Ahnung eines verborgenen Glücks.
Man kann ſich nie beſſer kennen lernen, oder einen richtigeren Blick in ſein Inneres werfen, als in dem Angeſicht Gottes, oder des Todes. Ich freue mich deshalb immer, wenn ich ein Ge⸗ witter heraufziehen ſehe. Wenn der Kampf der Elemente beginnt, und der Himmel ſeinen Flam⸗ men⸗Schooß öffnet, dann ſchreite ich zur ernſten Prüfung meiner ſelbſt. Was das Herz in dieſen Augenblicken geſteht, der Gedanke, der frei und ruhig ſich vor das Angeſicht des Todes wagt, iſt wahr und ewig, und darf mein eigen bleiben.
Wenn ich die Blumenwelt betrachte, ſo iſt mir oft, als müßte ſie auch träumen, lieben und empfinden, wie wir. Ich ſtand heute im Garten oor zwei Sonnenroſen; der Regen hatte ſie getrof⸗ fen, ſie hatten das Antlitz von der Höhe gekehrt und gegeneinander gewendet. Sie ſchienen zu lächeln, und ſich gegenſeitig zu grüßen. Ich hätte mir gern eine gepflückt, aber ich vermochte nicht ſie zu tren⸗ nen, ſie ſahen ja vielleicht in ſüßer Täuſchung ei⸗


