Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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nes in dem Andern der Sonne Bild, und liebten es ſo unbewußt fort. Wäre ihnen nun die irdiſche Sonne auch entzogen worden, ſo hätten ſie erſt den Irrthum bemerkt, über ihre Verirrung geklagt, und wären vielleicht vor Schmerz geſtorben.

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Der Gedanke hat etwas ſo Tröſtendes, ſich von einem unſichtbaren, aber allſehenden Auge be⸗ wacht zu wiſſen; aber auch die Vorſtellung iſt ſehr füß, von dem Auge eines Freundes beachtet zu werden. Wir ehren das Erſte nie, ohne das An⸗ dere zu erfreuen. Unſer Triumph wird der ſeine, aber auch unſere Demüthigung die ſeinige wer⸗ den, darum lernen wir ſorgſam auf die Sprache warnender Blicke achten, und dadurch auch dem. göttlichen Freunde wohlgefälliger werden.

Der Geſang iſt viel natürlicher als die Spra⸗ che, man horche nur in dem weiten Reiche der Natur, hat da nicht jeder Bach, jeder Baum, je⸗ der Vogel ſeine Stimme? Alles will einmal in dem großen Welt⸗Conzerte geſungen haben, ehe es vvm Leben ſcheidet; die kleine Philomele flattert unbeachtet in den Zweigen, bis der ſüße Ton ihrer