Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Bildung ſichtlich gewonnen zu haben, wozu RNorden

nicht wenig beigetragen haben mag.

Laſſen Sie mich, im Vorbeigehen, Ihnen ei⸗ nige Worte von unſerm Sonderlinge etzählen. Das Bad hat an ihm Wunder gethan! Die blei⸗ chen eingefallenen Wangen ſcheinen von dem Wie⸗ derſchein innerer Jugend geröthet; die hohe Ge⸗ ſtalt, die ſonſt ein tiefer Schmerz darniederzubeu⸗ gen drohte, hat ſich auf's Reue ſtolz und kräftig emporgerichtet. Die düſtere Melancholie auf ſeiner Stirn hat einem heiteren Ernſte Platz gemacht, ſein ganzes Weſen iſt verwandelt, aber deshalb nicht weniger intereſſant wie damals, da ich ihn zum Erſtenmale ſah. Er nimmt jetzt an jedem Geſpräch Theil, und flieht nicht mehr den Kreis, wo der Scherz und die Genien heiterer Mitthei⸗ lung walten. Ein mildes Wohlwollen ſcheint an die Stelle finſteren Tiefſinnes getreten zu ſein, und das vereint ihn der Menſchengeſellſchaft inni⸗ ger, und macht ihn theilnehmender bei Anderer Wünſche und Hoffnungen.

Mir ſind die wenigen Tage unſers dortigen Aufenthalts ſehr ſchnell und angenehm vergangen. Freund Bören hatte ſeine beſte Sonntagslaune mitgenovmmen, ich wollte eben nicht zurückſtehen, und ſteckte mir alle Feſttagsgeſichter und Schellen⸗ käppchen ein, um ſie nach Belieben zu gebrauchen.