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und daher auch geſunder und fröhlicher geworden. Sie theilt die Lieblingsneigungen ihres Mannes, und wird ſeitdem von ihm höher geſchätzt und lie⸗ bevoller behandelt. Die Kinder hatte ſie bei ſich, doch hat ſie eine Gouvernante angenommen, die ſie von den Sclavenketten ewiger ängſtlicher Be⸗ ſorgniß befreit.— So viel von meinen Verwand⸗ ten, die bereits auf der Wallfahrt zum eigenen Heerd begriffen ſind. Nun noch ein Wort von der unſrigen nach Breiſach. Wir haben nämlich vor acht Tagen dem Erndtefeſt dort beigewohnt. Graf Domelli hatte uns ſchon früher dazu einge⸗ laden, und empfing uns mit großer Herzlichkeit. Ich erſtaunte, als ich Angelen wiederſah. Welche Veränderung iſt mit dem Mädchen vorgegangen! Beinahe ſo groß als ich, und eine Haltung volk Anſtand und Grazie! Ihre Geſichtsfarbe iſt blen⸗ dendſchön, doch gibt ihr die leiſe Bläue um die untern Augenlieder, die man oft an zu fein organi⸗ ſirten Naturen bemerkt, ein faſt zu zartes Anſehen. Ihr Teint iſt ſo klar, daß man die feinen Adern um Stirn und Wangen bemerken kann,— doch iſt ſie unſtreitig ſtärker und geſunder geworden, dies beweiſen die vollendeten Formen ihres Kör⸗ pers. Der Ausdruck ihrer Züge iſt ſeelenvoll, und zeugt von innerem Glück. Sie ſpricht mehr und mit größerer Sicherheit, überhaupt ſcheint ihre


