Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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gen Zweck im Auge zu haben. Vollbrachten Sie bisher das Gute aus reinem Herzens⸗Triebe, was an ſich ſelbſt ſchon höchſt löblich iſt, ſo würde es Sie noch ſchöner erheben, eine edle Abſicht damit zu verbinden! Auch geringe Kräfte vermögen oft thätig in das große Ganze einzugreifen, und kleine Mittel haben oft hohe Wirkungen hervorgebracht! Wollen Sie es verſuchen, zur Veredelung unſerer Jugend beizutragen, mitzuwirken an der ſittlichen Bildung Ihrer Unterthanen?

Wenn das nur in meinen Kräften ſteht! antwortete ich ſchüchtern.

Schränken Sie Ihre Wohlthaten für den Au⸗ genblick ein, fuhr er mit ſanfter Simme fort: Verwöhnen Sie dieſe an geringe Bedürfniſſe ge⸗ wöhnte Klaſſe nicht mit Gaben, die, wie ſie Ih⸗ rem mitleidigen Herzen auch nothwendig erſcheinen, doch leicht entbehrlich ſind, und nur zu neuen Wün⸗ ſchen und Forderungen verführen. Beſtimmen Sie lieber die Summe, die Ihnen zu Gebote ſteht, zu einer jährlichen Schenkung, die als Belohnung de⸗ nen anheimfalle, die ſich durch Fleiß, Sittlichkeit und Gefälligkeit ausgezeichnet haben. Laſſen Sie den fleißigſten Schüler, das biederſte Mädchen ſich Ihrer Anerkennung, Ihrer Belohnung erfreuen! Laſſen Sie ihre Kräfte angeregt werden durch das Beſtreben, den ehrenden Preis zu verdienen, und