Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſtützung armer Familien in die Hände des Schul⸗ lehrers niedergelegt? Ich bejahte erröthend, er fuhr fort:Dieſer vertheilte ſie gewiſſenhaft unter die Aermſten ſeiner Zöhlinge, und ſchaffte ihnen dafür die nöthigſten Bücher an. Nun aber erhob ſich der Reid der Uebriggebliebenen, und die El⸗ tern miſchten ihre Stimmen darein; man ſchalt die Vertheilung ungerecht, und begab ſich deshalb zu mir, um auf einen gleichen Antheil an der Schenkung zu dringen. Ich hatte eben einen Streit der Art geſchlichtet, als Sie unter uns traten. Ihre Güte beſchämte die Unwürdigen, und verſchloß ihnen den Mund, durch das Gefühl ihres Unrechts, daher die Verlegenheit, die Sie bemerkt haben werden.

Das iſt ſehr traurig! ſeufzte ich aus be⸗ trübter Seele:Alſo kann auch der gute Wille bisweilen Unheil anrichten und Aergerniß geben, ſtatt Frende? O, lieber Herr Superintendent, lehren Sie mich, wie ich es anfangen möge, dem Triebe meines Herzens zu folgen, vohne dabei Ge⸗ fahr zu laufen, eine Menſchen⸗Seele damit zu be⸗ trüben! Ich mußte bei dieſen Worten wohl traurig ausſehen, denn Norden ſah mit einem Blick voll Mitleid auf mich herab. 2

Es iſt ſchön, begann er nach kurzem Nach⸗

denken:bei jeder Handlung einen allgemeinnützi⸗ Angela Il. 3