Feſte der Reſidenz mit ihrem ländlichen Aufenthalt. Hier lebte ich ein ſtilles, aber höchſt genußreiches Jahr, bis eine entfernte Verwandte, die ich hier zufüllig kennen lernte, mir den Aufenthalt in ih⸗ rem Hauſe anbot, und mir durch ihre Freundlich⸗ keit das Verſprechen abnöthigte, einige Zeit bei ihr zuzubringen. Sie wohnte in einer kleinen Stadt und hatte, ſo gut und gebildet ſie auch ſelbſt war, doch einen Umgang von ſo beſchränkter kleinſtädti⸗ ſcher Art, daß ich lieber noch länger die Anfein⸗ dungen in der Reſidenz ertragen hätte, als die Lobſprüche, und den lächerlichen Nachahmungseifer dieſer ſeltſamen Creaturen.— Der Güte der Frau von Albvin verdanke ich es, daß ſie mich aus die⸗ ſem Aufenthalt der Langeweile befreite, indem ſie mich mit der Barvneſſe Benting bekannt machte, und mich ihr als Geſellſchafterin empfahl. Mein Frohſinn, meine Heiterkeit kehrten verdoppelt zurück, als ich mich meinem Elemente, der freiern, zwang⸗ loſern Geſelligkeit wiedergegeben ſah. Ich vergaß Alles was mich geängſtiget hatte und noch in der Zukunft bedrohen konnte, und lebte mit glücklichem Herzen der Gegenwart. Hier war es, wo ich Ih⸗ ren Sohn, den Hauptmann von Bören, kennen lernte,— ſeine Reigung zu mir konnte mir bei der Offenheit ſeines Charakters nicht unbekannt bleiben; es war nicht das Erſtemal, daß mir die
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