Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Liebe eines Mannes begegnete, aber das Erſtemal, daß ich ſtolz war auf den Eindruck, den ich auf einen ſo edeln Charakter gemacht hatte. Ich will es Ihnen frei geſtehen, daß ich die Tage, die ich in ſeinem Umgang verlebte, für die glücklichſten meines Lebens ſchätze, und daß die Erinnerung daran mir ſtets theuer bleiben wird. Ich habe Herrn von Bören ſehr hochſchätzen gelernt, doch hab' ich es vermieden, Hoffnungen Raum zu geben, deren Vereitlung mir Gram bringen konnte. Ich überſtand die Trennung von ihm mit Kraft und Muth, doch kann ich es nicht läugnen, daß ich einer zweiten zu entgehen wünſche, und mich daher nur auf eine Art entſchließen könnte, ihm wieder zu begegnen. Sie kennen den Charak⸗ ter Ihres Sohnes, und werden durch das, was ich Ihnen von meiner Erziehung mitgetheilt, wie durch Ihre eigene Beobachtung, auch ein klareres Bild von mir empfangen haben, als das war, was Ihnen die Menſchen von mir gaben! O, meine Schwaͤchen, die hauptſächlich aus einem ſchwer zu beſiegenden Muthwillen, und einem leicht ausſchweifenden Frohſinn beſtehen, werden von Ih⸗ nen nicht mit Leichtſinn und Koketterie verwechſelt werden. Der Wunſch zu gefallen war niemals vorherrſchend in meiner Seele, aber mein Geiſt gefiel ſich im Conflikt mit Anderer Meinungen und