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ſogar mehr Vertrauen zu dieſem Geſchlecht, als zu den Frauen, die viel ſtrenger über mein Betragen muſterten, als jene. So kam es, daß die Schüch⸗ ternheit, die Mädchen meines Alters vft im Um⸗ gang mit Männern äußern, mir gänzlich fremd blieb. Die Nachſicht, mit der ſie meine Launen ertrugen, der Beifall, den ſie meinen Einfällen, meiner heiteren Gemüthsart zollten, gab mir im Gegentheil eine Offenheit in meinem Benehmen gegen ſie, die mir ſpäter übel ausgelegt wurde,— weil ſie ungewöhnlich,— und nur aus dieſem Grunde auffällig war. Man glaubte in der Unbe⸗ fangenheit, mit der ich jenen entgegentrat, den Wunſch, von ihnen bemerkt zu werden, zu entdecken, und doch war es allein die größere Sinnesfreiheit, die als natürliche Folge meiner Erziehung mich von den übrigen Mädchen unterſchied. Jene Ge⸗ fallſucht, die ſich nur zu dft hinter der Maske der Blödigkeit, der Zurückgezogenheit verſteckt, war mir gänzlich fremd geblieben; ich ehrte die Männer, weil ich meinen Vater hochſchätzte, aber ich war weit entfernt von Idealen zu träumen, weil ich ſie ſtets in der Rähe beſchaut hatte, und von ihren Schwächen, wie von ihren guten Eigenſchaften un⸗ terrichtet war. Ich gefiel mir in ihrer Unterhal⸗ tung, vhne daß ich mir je eines tiefern Eindrucks bewußt worden wäre, und gewann bei der Frei⸗ Angela II.


