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Achtunddreißigſter Brief.
Der Hauptmann von Bören an Her⸗ mine von Domikowsky.
Aus der Reſidenz, im September 18**.
Nein, nicht länger vermag ich ein Daſein zu er⸗ tragen, von dem aller Glanz, aller Schimmer ge⸗ wichen iſt, dieſes Stillſchweigen, das mir die Pflicht nur zu lange auferlegte. Dieſe Verzöge⸗ rung meines Glücks, meiner Hoffnungen, all' die⸗ ſer peinliche Zwang iſt ein Raub an meinem Le⸗ ben. Ich darf es nicht länger ertragen, frei will ich ſein, und frei zu Ihnen ſprechen, Hermine! Aber werden meine Worte vor Ihnen auch den Werth haben, den ich wünſche? Sie konnten ja abreiſen, ohne mir einen Tropfen Balſam zu rei⸗ chen für die Wunden, die Sie mir durch Ihre Entfernung ſchlugen! Wenn es, wie ich ahne, meine Mutter war, um derentwillen Sie ein Ver⸗ yältniß auflöſen wollten, das, ohne den Frieden Anderer zu ſtören, ſo beglückend zu werden begann:


