und folgte mir zu den ſchattigen Parthien des Parks. Bald bemerkte ich, daß ſie ſchwer zu Fuße ſei. Hermine ſuchte ſie zu unterſtützen, doch konn⸗ te ſie nicht verhindern, daß ihr das Gehen ſehr be⸗ ſchwerlich wurde. Wir ſetzten uns auf eine Raſen⸗ bank, die eine ſehr anmuthige Ausſicht bietet. Herminens Geſicht war erhitzt, die dunkeln Locken auf ihrer Stirne hatten ſich glänzender gekränſelt, die Fremde bemerkte es, und ſuchte die Urſache da⸗ von von dem beſchwerlichen Gang, den ſie mit ihr gehabt hatte, herzuleiten. Mit freundlicher Miene legte ſie ihre Hand auf Herminens Stirn und ſah ſie einen Augenblick ſchweigend an.„Sie baben keine Eltern mehr?“ frug ſie mit theilnehmendem Ton. Hermine ſchüttelte das ſchöne Haupt, und verbarg eine Thräne.„Sie bedürften deshalb um ſo mehr eines recht braven Gatten! Haben Sie den Baron Horſt auch gehörig geprüft?“— Her⸗ mine ſah' ſie verwundert an, und erwiederte: „„Ich glaube nicht, daß mein Betragen dem Ba⸗ ron Veranlaſſung gegeben hat, Hoffnungen zu näh⸗ ren, die ich nicht zu erfüllen bermag. Hegt er ſie demohngeachtet, ſo kann ich wahrlich nicht dafür! Wer kann einem ſolchen Manne begreiflich machen, daß ein armes Fräulein wie ich, eine ſo vortheil⸗ hafte Parthie ausſchlagen darf?““—„Ei, ei!“ drohte die Fremde, in einem etwas ſtrengen Ton:
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