Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1831)
Entstehung
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weiblichen Geſchlecht auf das Gewandteſte zuſpielte, und ſo zuletzt dem Baron auch unſern Dank ge⸗ wann.. Noch ſichtlicher wurde ihre Aufmerkſamkeit, als bei Tafel ein Geſpräch in Gang kam, das von ei⸗ ner vor kurzem vorgefallenen Eheſcheidung herge⸗ leitet, ähnliche Verhältniſſe berührte. Hermine lies ſich mit einem Ernſte, wie ich ihn noch nie an ihr gekannt, über die Wichtigkeit eines Bundes aus, der für's ganze Leben geſchloſſen wird. Der Ba⸗ ron hörte ihren Aeußerungen nachdenkend zu, und begann:Ich glaube, daß, um ſich bei einer Wahl für die Zukunft zu ſichern, man ſich vyr allem von den Haupteigenſchaften des Andern unterrichten muß. Glauben wir vermittelſt unſeres Charakters, unſeres Temperamentes dieſen die Waage zu hal⸗ ten, ſo wüßte ich nicht, was in dieſer Hinſicht zu fürchten wäre. Nur den Feind, dem wir auf keine Weiſe zu begegnen wiſſen, dürfen wir ſcheuen. Ein Mann von Verſtand wird das leicht über⸗ ſchauen, und chier ließ er einen wohlgefälligen Blick auf Herminen herabgleiten nicht leichtſinnig mit ſeinem und dem Glück Anderer ſpielen! Sie möchten wohl Recht haben, Herr Ba⸗ ron! entgegnete Hermine,wenn nur das menſchliche Gemüth, gleich der Landcharte, ſolche ſichere Entdeckungen erlaubte! Aber leider ſchei⸗