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in der That, daß wir vielleicht bald auf dieſe Art die heitere, liebenswürdige Hermine aus unſerm Kreiſe verlieren werden,— und das ſollte mir in⸗ nigſt leid thun, Richardis, ich habe ſie lieb gewon⸗ nen, und würde ſie ungern ſcheiden ſehen!
Zwei Tage ſpäter.
Der arme Barvn Horſt! Seine Hoffnungen auf Herminens Beſitz ſind vergebens. Ich werde Ihnen von dem geſtrigen Tage umſtändlicher er⸗ zählen, theils, weil Sie daraus Herminen beſſer kennen lernen, theils um des eignen Vortheils wil⸗ len, weil ich dann wieder glaube, ich ſpreche wie ſonſt ſo offen und zutraulich mit Ihnen!
Der Beſuch des Barons war uns an dem ge⸗ ſtrigen Morgen vvn meinem Vater mit einer Mie⸗ ne angeſagt worden, die Herminen nicht undeutlich die Urſache ſeines Erſcheinens zu verſtehen gab. Sie ſchien einen Augenblick überraſcht, bald aber gewann ſie ihre Laune wieder, und jene Aeußerung für Scherz annehmend, erhob ſie muthig das ſchö⸗ ne Haupt, und verſicherte, man dürfe es ſich ja nicht ſo leicht vorſtellen, den Willen eines freien Weſens nach Willkühr zu lenken. Darauf nahm


