mit denen mein Vater früher bekannt war. Eini⸗ ge von ihnen ſtellen ſich täglich ein, und ſo bildet ſich jeden Abend ein Cirkel, der meinen Vater ſichtlich zu erheitern ſcheint. Hermine, die uns ihre Geſellſchaft auf längere Zeit verſprochen hat, bewegt ſich in dieſem Kreiſe mit ſo viel Gewandt⸗ heit und Leichtigkeit, als wäre ſie unter dieſen Menſchen groß geworden. Alt und Jung iſt von ihr entzückt, ſelbſt die finſterſten Hypochondriſten, die früher nur die traurigſten Figuranten in der Geſellſchaft abgegeben haben ſollen, werden in ih⸗ rer Nähe wieder jung, und überbieten ſich unter⸗ einander an Witz und ſcherzhaften Einfällen. Vor Allen ſcheint ein Baron Horſt, der in unſerer Nä⸗ 8. ein ſchönes Gut hat, Herminen beſonders ge⸗
neigt. Mein Vater behauptet, er habe ernſtliche
Abſichten, und macht Herminen auf die Verdienſte ihres Verehrers und ſeine vortheilhafte Lage auf⸗ merkſam. Hermine lächelt über die Wärme, mit der mein Vater die Sache des Barons führt,— und ſchlüpft mit großer Behendigkeit über jede Schlinge hinweg, die man ihrer Freiheit zu legen
ſucht. Der Baron, der, wie ich glaube, nicht we⸗
nig von ſich eingenommen iſt, ſetzt ſein Werben fort, und unterläßt es nicht, Herminen bei jeder Gelegenheit die gültigſten Beweiſe ſeiner Aufmerk⸗ ſamkeit, ſeiner Verehrung zu geben.— Mir bangt
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