Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

160

in die äußerſte Wuth. Für einen ſolchen unge⸗ heuren Schimpf ſchien es ihm noch keine genü⸗ gende Rache, wenn er die Unglücklichen an den Bettelſtab brachte; er drohte der armen Mutter, welche es wagte, die Zukunft ihrer Tochter gegen ihn zu vertheidigen. Leider war Bage der Mann, ſeine ſchändliche Drohung in Ausführung zu bringen.

Ich beſitze drei Millionen, ſagte er zu ſich ſelbſt, als er Mistreß Lowter verließ,und wahr⸗ ſcheinlich noch mehr. Gott ſoll mich verdammen, wenn ich Jemandem erlaube, zu einem Manne wie ich bin nein zu ſagen!

Als er wieder in ſein Zimmer kam, glanbte er ein ungewöhnliches Geräuſch im Kabinet ſei⸗ nes ehemaligen Herrn zu vernehmen. Er ſtürzte hinein: das Kabinet war leer. Als er jedoch nach ſeiner Gewohnheit einen Blick in ſeine Kaſſe werfen wollte, mochte er den Schlüſſel nach allen Seiten im Schloſſe drehen, die Kaſſe öffnete ſich nicht.

Was ſoll das bedeuten? ſagte er erblei⸗ chend vor ſich hin.Sollte Jemand hier ge⸗ weſen ſein? Aber nein, dies iſt unmöglich. Ich werde ſelbſt das Schloß verderbt haben. Es iſt morgen Zeit, dies zu unterſuchen.