was Herrn von Bechameil und dem fremden Offizier ſehr angenehm zu ſein ſchien.
Didier reichte dem hinter ihm ſtehenden La⸗ pierre ſein Glas, um es voll zu ſchenken. Vau⸗ noy wechſelte mit Letzterem einen raſchen Blick. Allein in dem Augenblick, als Didier das Glas an die Lippen ſetzen wollte, wendete er ſich ſchnell um, und ſah Lapierre ins Geſicht. Der ehema⸗ lige Seiltänzer ertrug dieſen Blick mit der größ⸗ ten Ruhe und blieb, ohne eine Miene zu verzie⸗ hen, in der Stellung eines aufwartenden Be⸗ dienten hinter dem Stuhle ſeines Herrn ſtehen.
Didier goß vor Aller Angen den Inhalt ſei⸗ nes Glaſes auf den Fußboden und machte La⸗ pierre ein gebieteriſches Zeichen ſich zu entfernen, was dieſer auch mit einer ehrfurchtsvollen Ver⸗ beugung ſogleich that.
Vaunoy war bleich geworden.
„Schmeckt unſer Guiennewein dem Herrn Ka⸗ pitain Didier nicht?“ fragte er mit einem erzwun⸗ genen Lächeln.
„Sprechen Sie nicht ſo, mein verehrter Freund,“ ſagte Bechameil, der ſchon ſeit der Suppe über einen geiſtreichen Einfall nachdachte, „oder der Herr Kapitain wird Sie vor unſrem Parlament der Verleumdung anklagen.“
Nachdem er dies geſagt hatte, glaubte Be⸗
chameil in ein lautes Gelächter ausbrechen zu
müſſen.


