Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

glocke in Bewegung ſetzte. Er lief ſo eben ſehr Gefahr, erkannt zu werden, er mochte durch dieſe Thür oder durch das Hauptthor ins Schloß ge⸗ hen. Aber Jud gehörte ſich nicht ſelbſt an, und ſein Eifer für den Kapitain ließ ihn nicht ſo ſchnell und völlig vergeſſen, daß er geſchworen hatte, Treml ſein Leben zu weihen.

Zum Glück erblickte er, während er unent⸗ ſchloſſen zögerte, zwiſchen den Bäumen das Licht einer Laterne, und bald unterſchied er die lange Geſtalt der Goton, welche, mit der Pfeife im Munde und ein ungeheures Schlüſſelbund in der Hand, nach ihrer Gewohnheit nachſehen wollte, ob alle Thüren gehörig verſchloſſen waren.

Frau Goton und Jud waren zu gute Freun⸗ de, als daß der Leſer über das Ende der Ver⸗ legenheit des alten Stallmeiſters die geringſte Beſorgniß hegen könnte. Wir überlaſſen es der Wirthſchafterin, ihm ſo unbemerkt als es nöthig war, den Weg ins Schloß zu öffnen, und ſuchen uns ein Plätzchen in dem Speiſeſaal des Herrn Hervé von Vaunoy.

Das Souper war vortrefflich und im beſten Gange. Bechameil, der ſeinen Aerger verſchlafen hatte, und dem es lieb war, in eigener Perſon

ſeine fünfmalhunderttauſend Livres überwachen

zu können, that einer zweiten, durchgeſehenen und

verbeſſerten Ausgabe ſeines köſtlichen Ragouts