Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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und warf ſich ſogleich mit zum Himmel empor⸗ gehobenen Händen auf die Knie.

Heilige Jungftau von Mi⸗Forét! lispelte das junge Mädchen mit heißer Andacht,ich danke Dir! Beſchütze ihn! ach, beſchütze ihn! Wenn ich ihn rette, heilige Jungfran, dann weihe ich Dir eine Kerze und einen Kranz und mein goldenes Kreuz und alles was ich habe. Ach! beſchütze ihn, gute Jungfrau!

Sie machte das Zeichen des Krenzes, küßte eine an ihrem Halſe hängende kleine Medaille, ſprang dann auf und verſchwand wie ein Reh zwiſchen den Bänmen.

Sie hatte Ind nicht bemerkt.

Haideblume! ſagte der Stallmeiſter, der von dieſen verſchiedenen und unerklärlichen Vor⸗ füllen ganz betäubt war.Wen will ſie retten? und Jene.. wen wollen ſie angreifen?

Faſt immer entſpringt aus der größten Ver⸗ wirrung die Aufklärung. Jud drückte mit bei⸗ den Händen ſeinen Kopf zuſammen, als wollte er einen unbeſtimmten, dunklen Gedanken aus demſelben preſſen, deſſen Wichtigkeit ihm ein un⸗

willkürliches Gefühl andeutete, den er aber nicht A auszubilden vermochte.

Nach einigen Minuten richtete er ſich plötzlich empor und ließ ſeine beiden Arme herabſinken. Der Gedanke war gebildet, die Dunkelheit ſeines Verſtandes war erleuchtet, er wußte jetzt Alles.