—
Pelo Rouans Hütte war verſchloſſen. Ind klopfte mit aller Kraft an die Thür, aber es öff⸗ nete Niemand.
„Sonderbar,“ dachte er, indem er, ohne es zu wiſſen, ſeine jetzige Ungewißheit mit dem Gegen⸗ ſtande, der ihn vorher beſchäftigt hatte, vermiſchte, „die merkwürdige Figur mit der weißen Maske, welche zuletzt ging, hatte eben ſolche Augen, als ich geſtern in der Dunkelheit dieſer Hütte leuch⸗ ten ſah.— Oeffnet, Freund Pelo, öffnet dem Stallmeiſter Tremls!“
Keine Antwort. Nur ließen ſich an der hin⸗ teren Seite der Hütte andre Schläge hören, ent⸗ weder als Spott oder als Nachahmung der ſei⸗ nigen, mit denen er die Thür bearbeitete.
Jud ging um die Hütte herum. Ein Mond⸗ ſtrahl, der ſich durch die Baumzweige ſtahl, ließ ihn ein kleines Fenſter erblicken, deſſen ſtarke Lä⸗ den durch eine Hand, die von innen daran ſchlug, erſchüttert wurden. In dem Angenblick, als Jud den Mund öffnete, um ſeine Aufforderung zu wiederholen, fiel einer der Fenſterläden, der end⸗ lich der Gewalt gewichen war, vor ihm auf den Boden. Zu gleicher Zeit ſtieg eine Mädchenge⸗ ſtalt, deren ſchöne Formen in der unbeſtimmten Mondbeleuchtung ſichtbar wurden, auf das Fen⸗ ſter, ſprang mit der Leichtigkeit einer Sylphide wenige Schritte vor Juds Füßen auf die Erde
2*
*


