Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

geheuren Taverne, oder etwas noch Schlimmeren. Das Licht, welches auf einem Punkte vereinigt war, wurde in der Entfernung immer ſchwächer, ſo daß der größte Theil der anweſenden Men⸗ ſchenmenge in ein phantaſtiſches Halbdunkel ge⸗ hüllt war, und in der Ferne einen ſchauerlichen und faſt diaboliſchen Anblick gewährte. Die Entfernteren verſchwanden in der Dunkelheit, und wenn eine zufällige Bewegung oder das hellere Aufflammen einer Fackel den Lichtkreis vergrößerte, ſah man überall neue Figuren von Trinkern oder Rauchern auftauchen.

Alle dieſe Trinker und Raucher waren Wölfe, ehrliche Waldarbeiter, die, wie wir überzeugt ſind, bei hellem Tage die gutmüthigſten Geſichter von der Welt hatten; aber der bluthrothe Schein der Fackeln gab ihren Zügen einen Ausdruck ab⸗ ſchreckender Wildheit. Wenn ſie auch gute Men⸗ ſchen waren, ſo verriethen ſie dies nicht durch ihr Aeußeres, und ihre Verſammlung hätte ei⸗ nen vortrefflichen Stoff zu einem ſchauerlichen Nachtgemälde gegeben.

Hin und wieder erkannte Vaunoy unter der Menge das bekannte Geſicht eines Böttchers oder Korbmachers, das er ſchon öfter im Walde geſe⸗ hen hatte. Zwei oder drei der Wölfe hatten ihre Pelzmasken behalten, und trotz des unaufhörli⸗ chen Wechſels von Licht und Schatten, glaubte Vaunoy ſpäter behaupten zu können, daß dieſe