Der rothe Schein eines Dutzend Fackeln, welche um ihn her brannten, blendete anfangs ſeine an die Dunkelheit gewöhnten Augen. Da⸗ bei verlor er von dem betäubenden Geſchrei, das ein paar Hundert mit Branntwein getränkte Kehlen bei ſeinem Anblick erhoben, faſt von neuem die Beſinnung. Es war auch Grund dazu vor⸗ handen, denn von allen Seiten hörte er die hef⸗ tigſten Drohungen und Todesgeſchrei.
Bald aber legte ſich der ärgſte Lärm. Simon Lion hatte ein Paar Worte geſagt, welche einen wirklichen magiſchen Effect hervorgebracht hatten. Das Geſchrei wurde plötzlich zum Gemurmel und Simons Worte gingen von Munde zu Munde.
„Fünfmalhunderttauſend Livres!“ ſagte man von allen Seiten.
Dieſes Geflüſter war von der beſten Vorbe⸗ deutung, und belebte Vaunoy's Kräfte mehr, als der vortrefflichſte Heilbalſam es vermocht hätte. Er lebte von neuem auf und bekam eben ſo viel Muth, als er früher Furcht gehabt hatte.
Das Schauſpiel, welches er immer deutlicher ſah, je mehr ſeine Angen ſich an den düſtren Schein der Fackeln gewöhnten, war indeß keines⸗ weges geeignet, um ihn vollkommen zu beruhi⸗“ gen. Er befand ſich im Mittelpunkte einer zahl⸗ reichen Verſammlung, welche in regellos zerſtreu⸗ ten Gruppen um rohe Tiſche ſaßen, und tranken, aßen oder rauchten. Das Ganze glich einer un⸗
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