Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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Ueberzeugung, die ſich immer mehr in ihr befe ſtigte, zu vernichten; es war ihr Vater geweſen, der die Ermordung Didiers befohlen hatte!

Aber was hatte ihn dazu veranlaßt?

Schwankend ſtand ſie auf und ſetzte noch⸗ mals die Glocke in Bewegung. Sie wollte mit Didier ſprechen; ſie wollte ihm rathen, ein Haus zu fliechen, wo ſein Leben in Gefahr warz ſie wollte ihm ſagen... aber was konnte ſie ihm ſagen, ohne ihren Vater anzuklagen?

Als Renate auf den Ruf der Glocke erſchien, fand ſie ihre junge Gebieterin ohnmächtig am Boden liegend. Alir war der heftigen Erſchüt⸗ terung unterlegen. Als ſie wieder zu ſich ge⸗ bracht worden, verfiel ſie in ein heftiges Fieber, ſie phantaſirte, und wer ſie ſah, glaubte Symp tome einer ſchweren, wo nicht tödtlichen Krank⸗ heit an ihr zu entdecken.

Indeſſen ſchlug die Stunde des Diners, als ob nichts vorgefallen wäre; Herr von Bechameil verließ die Küche und hielt ſeinen Einzug in den Speiſeſaal, hinter ihm ein Bedienter, mit dem kunſtvoll bereiteten Ragout.

Der würdige Intendant hatte eine Miene, aus welcher zu gleicher Zeit Beſcheidenheit und das Bewußtſein ſeiner Würde ſprach. Er ſchien ſich ſchon im Voraus an den einſtimmigen Lo⸗ beserhebungen zu laben, welche man dieſem Mei⸗ ſterſtücke der Kochkunſt ſpenden würde, und