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Sie ging ſchnell über den Gang nach ihrem Zimmer, in welchem ſie mit großen Schritten auf und ab ging.
„Ich will ihn ſprechen!“ wiederholte ſie nach einem unruhigen Schweigen. 6
Sie nahm aus einer Kaſſette eine ſeidene Börſe und ſetzte eine ſilberne Glocke, die neben ihr ſtand, in heftige Bewegung. Dieſes war ein Ruf, welcher Renaten, ihrem Kammermädchen
alt. Renate beeilte ſich, ein höchſt intereſſantes Geſpräch abzubrechen, das ſie mit dem ſchönen YWvon, dem Jägerburſchen auf Schloß Tremlays, auf der Hausflur hatte; ſie brachte ſchnell ihren Kopfputz in Ordnung, ſtrich die ein wenig kraus gewordenen Haare mit der Hand glatt, und ſprang die Treppe hinauf.
„Sage Lapierr,“ befahl ihr Alix,„daß ich ihn auf der Stelle ſprechen will.“
Renate ging und in der nächſten Minute wurde Lapierre in das Zimmer des Fräuleins von Vaunoy eingeführt. Als Alix ihn erblickte,* konnte ſie eine Bewegung tiefen Abſcheu's nicht unterdrücken.
„Sie haben mich rufen laſſen, gnädiges Fräu⸗1 lein?“ ſagte er.
Alix ſetzte ſich nieder, und winkte Renaten, ſich zu entfernen. Einen Augenblick ſchwieg ſe6
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