„Ich will doch ſehen,“ ſprach er halb im Scherz, halb im Ernſt zu ſich ſelbſt,„ob ich mich tänſche, ob ich mich wirklich an etwas er⸗ innere, oder ob es nur eine Ausſchweifung meiner Phantaſie iſt. Meine wirkliche oder ein⸗ gebildete Rückerinnerung ſagt mir, daß ſich am Ende dieſes Ganges rechts eine Laube befindet, und daß in dieſer Laube die antike Statne einer Nymphe ſteht.“
Voll Ungeduld und Unruhe beſchleunigte er ſeine Schritte, und fürchtete ſchon eine Enttäu⸗ ſchung.
Einige Schritte von der Stelle entfernt, wo die Hecke einen Winkel machte, blieb er ſtehen und blickte durch die Zweige. Er erbleichte, legte die Hand auf's Herz und ſtieß einen Schrei aus. Er ſah die Laube und die Statue vor ſeinen Augen.
Aber bei dem Schrei den er ausſtieß, war die Statue, eine reizende, weiß gekleidete Nymphe, erſchrocken und hatte ſich umgewendet.


