13.
In der Laube.
Die Illufion entfloh im Sturmſchritt. Der Gegenſtand der Wette, welche Didier mit ſich ſelbſt gemacht hatte, war eine Laube und eine Statue geweſen. Die Laube war da, aber das, was er für eine Statue gehalten hatte, war ein allerliebſtes junges Mädchen mit Fleiſch und Bein: Fräulein Alir von Vannoy von la Tremlay's!
Die Täuſchung war übrigens ſehr zu ent⸗ ſchuldigen. In dem Augenblicke, als Didier ſie bemerkt hatte, wendete ihm Fräulein von Vaunoy den Rücken. Sie ſtand unbeweglich in der Mitte der Laube, und las einen zerknitterten und wie es ſchien, ſchon oft durchgeleſenen Brief, den ſie eben aus dem Buſen genummen hatte. Ihr ſchönes ſchwarzes Haar war an dieſem Morgen gepudert und ein Kleid von weißem Muſſelin bildete ihre ganze Toilette.
Auf den Schrei, welchen Didier ausſtieß, wendete ſie ſich um, wie wir ſchon geſagt haben, und der Brief, den ſie las, entfiel ihrer Hand.
Ihre erſte Bewegung war zu flichen, aber die Ueberlegung hielt ſie zurück. Sie that ſogar


