Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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überraſcht zu werden. Zitternd wachte ſie und glaubte beim geringſten Geräuſche, ihr Entführer dringe von Neuem in ihr Gemach. Blanca war entſchloſſen, eher zu ſterben, als aufzuhören, Urbains würdig zu ſein. Als ſie raſche Tritte hörte, die ſich ihrem Zim⸗ mer näherten und ſie Villebelle's Stimme erkannte, der laut ihren Namen rief, befiel ſie der heftigſte Schrecken, und nicht zweifelnd, daß er komme, um ſein ſchändliches Vorhaben auszuführen, ſtürzte ſie ſich in den See, noch laut Urbains Namen rufend.

Der Marquis ſchwimmt auf den Gegenſtand zu, den er auf dem Waſſer bemerkt hat; aber eine andere Perſon, die ſich in dem Park befand, hat ſich gleich⸗ falls in den See geworfen. Es iſt Urbain, der, überzeugt, daß ſeine Geliebte im Schloſſe iſt, die Dunkelheit der Nacht benützt hat, um ſich in die Gärten zu ſchleichen.

Der junge Student hörte die theure Stimme ſei⸗ ner Blanca, die ſeinen Namen rief, dann lenkte ein plötzliches Geräuſch ſeine Blicke nach dem See und er eilte der Unglücklichen zu Hülfe, mit der er end⸗ lich das Ufer erreichte, wo ſich der Marquis, Julia und die Dienerſchaft des Schloſſes, die das Geſchrei ihres Herrn herbeirief, um ihn verſammelten.

Blanca iſt auf den Raſen hingeſtreckt, Urbain kniet neben ihr und ruft ihren Namen mit lauter Stimme, als der Marquis in der ſchrecklichſten Ver⸗ zweiflung herbeieilt, ſich auf den Boden wirft und den Himmel bittet, ihm ſeine Tochter wiederzugeben. Seine Tochter! rufen alle Umſtehenden aus.