Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Ja, ſagt Villebelle, auf Blanca's entfärbte Wangen troſtloſe Blicke werfend,ja, es iſt meine Tochter, es iſt mein Kind, das ich unglücklich ge⸗ macht habe... an deſſen Tod ich ſchuld bin. Ach, mein ganzes Vermögen hätte ich hingegeben, um Eſtrella's Tochter zu umarmen, um mich von ihr Vater nennen zu hören... und durch meine Leiden⸗ ſchaften, meine Laſter habe ich mich des höchſten Guts beraubt! O meine theure Blanca, kehre ins Leben zurück, daß mir wenigſtens Dein Mund Du ſtirbſt, ſage, Du habeſt mir verziehen... Aber nein, nicht einmal dieſer letzte Troſt wird mir zu Theil werden: ſie wird ſterben, ohne mich ihren Vater genannt zu haben!

Der Marquis wirft ſich auf den Leichnam ſeiner Tochter, die Urbain mit ſeinen Thränen benäßt; er ergreift Blanca's Hände, drückt ſie an ſein Herz, ſucht ſie wieder zu erwärmen, noch einmal zu bele⸗ ben, aber alle Bemühungen ſind fruchtlos: weder das Rufen ihres Vaters noch das Seufzen ihres Geliebten konnte Blanca mehr vernehmen.

e